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Florian Egli

Vize-Präsident

Florian Egli

Vize-Präsident

Florian Egli doktoriert an der ETH zum Thema Investitionsentscheide und erneuerbare Energien. Bei foraus ist er als Autor aktiv und war Regioleiter Bern. Als Mercator Fellow 2015/16 beschäftigte er sich ausführlich mit Innovation und Klimawandel. Darüber hinaus arbeitete er u.a. für ein Start-up in Kalifornien und die schweizerischen und senegalesischen Umweltministerien. Weitere Stationen umfassen Business Development bei einer Genfer Stiftung (Fokus: Energie und Westafrika), Beratertätigkeiten u.a. für die OECD und kleinere Projekte wie das Humanitarian Diplomacy Lab. Florian studierte Volkswirtschaftslehre am Graduate Institute (IHEID) und an den Universitäten Bern und Toulouse. Im Vorstand ist Florian für «Kommunikation & Politik» zuständig.

Publikation von Florian Egli

Die Schweiz war 2015 für einen Treibhausgas-Ausstoss von 48.1 Mio Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2eq) verantwortlich. Die Emissionen sollen gegenüber 1990 mittels verschiedener Massnahmen um 50% gesenkt werden. Die Schweiz wird deshalb oft als Vorreiterin im Klimaschutz bezeichnet und ist Mitglied der «Paris High Ambition Coalition». Umfassende Klimaziele sind komplex. Darum schlagen die Autor*innen vor, die Forschungs- und Innovationsstärke der Schweiz zu nutzen, um Klimadaten besser zugänglich zu machen. Durch die Gründung eines Swiss Open Climate Data Centers stünden sowohl für Forschung als auch Unternehmen mehr Daten im Klimabereich zu Verfügung. Damit unterstützt die Schweiz einerseits eine wissenschaftsbasierte Klimapolitik. Andererseits ermöglicht der Zugang zu Daten die Entwicklung neuer Technologien und Dienstleistungen und stellt damit einen wichtigen Standortfaktor dar für Unternehmen, welche aus innovativen Lösungen tatsächliche  Anwendungen entwickeln. Durch gezielte Förderung von Open Data Projekten, bspw. als Kriterium bei Nationalfonds-Projekten, kann die Schweiz den Datenzugang zusätzlich antreiben.

 

Die Schweizer Rohstoffbranche ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Über die Handelszentren Genf, Zug und Lugano wird heute rund ein Viertel des globalen Handels mit natürlichen Rohstoffen abgewickelt. Das macht die Schweiz zum wichtigsten Rohstoffhandelszentrum der Welt. Obwohl die Mehrheit der weltweit verfügbaren natürlichen Ressourcen in Entwicklungs- und Schwellenländern gefördert wird, ist der Ressourcenreichtum für viele dieser Staaten bislang eher Fluch als Segen. Korruption und Misswirtschaft führen in vielen Fällen zu leeren Staatskassen, wirtschaftlicher Ungleichheit und einer Zunahme der Armut. Dafür tragen die Förderstaaten und deren Regierungen eine wesentliche Verantwortung. Doch das intransparente und korrupte System funktioniert nur, wenn sich zwei Seiten beteiligen. Die Offenlegung von Zahlungsströmen zwischen privaten Rohstoffkäufern und staatlichen Rohstoffverkäufern ist ein erster Schritt, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.