International Digital Health

Health Data Governance: What’s in it for Switzerland?

 

Wie kann das Potential neuer digitaler Gesundheitstechnologien maximal ausgeschöpft werden? Wie kann garantiert werden, dass  die Digitalisierung im Gesundheitswesen der Bevölkerung, und insbesondere der Jugend, nützt? Welche Chancen, Herausforderungen und Bedürfnisse schafft die digitale Transformation in der Schweiz, für globale Gesundheitssysteme und Genf als Hauptstadt für die Weltgesundheit? Das Projekt «Health Data Governance: What’s in it for Switzerland?» beschäftigt sich mit diesen Fragen und führt innovative Dialogformate mit Jugend und relevanten Akteuren in der Schweiz durch.

Neue digitale Technologien und Künstliche Intelligenz (KI) sind kurz davor nationale und internationale Gesundheitssysteme grundlegend zu verändern. Neue Vorgehensweisen und Instrumente, die verarbeitete Gesundheitsdaten nutzen, verwandeln die Art und Weise wie Patienten behandelt werden und wie diese mit Gesundheitsinstitutionen- und Personal interagieren. Medizinische Forschung und die Herstellung von Pharmazeutika sind ebenso stark betroffen. Diese Technologien bringen jedoch ebenfalls legitime Bedenken hinsichtlich  Datensicherheit und ethischer Rahmenbedingungen zur Datennutzung mit sich.

Während der technologische Wandel sich kontinuierlich beschleunigt, können Mechanismen zur globalen Gouvernanz von Gesundheitsdaten nicht mithalten. Die länder- und sektorenübergreifende ungleiche Verbreitung digitaler sowie KI-Kapazitäten und die Fragmentierung von Daten und Gouvernanzstrategien riskieren bereits existierende Spaltungen weiter zu steigern. Deswegen muss dieses Gouvernanzdefizit, mit Berücksichtigung der Bedürfnisse verschiedener Akteure im Gesundheitssystem und der Gesellschaft generell, gefüllt werden.

Durch die Verabschiedung der Gesundheitsaussenpolitik der Schweiz 2019-2024 (GAP) im Mai 2019 hat der Bundesrat das Potential von Digitalisierung und KI für das Gesundheitswesen anerkannt. Die GAP unterstreicht insbesondere die Bedeutung von Genf als Hauptstadt multilateraler Kooperation im Bereich Gesundheit und den Bedarf eines globalen Rahmens zur Gouvernanz von Gesundheitsdaten, um zu versichern, dass digitale Technologien dabei helfen dem Ziel gleichberechtigten Zugangs zu Gesundheitsversorgung auf globaler Ebene näher zu kommen. Die GAP hebt ebenfalls die wichtige Rolle der Schweiz in medizinischer und pharmazeutischer Innovation auf globaler Ebene hervor.

Durch seine einzigartige Dialogplattform zu Aussenpolitik in der Schweiz, sowie den Einbezug der Schweizer Jugend in die Debatte, bringt foraus alle relevanten Akteure zusammen. Dafür werden die Formate poliTisch und Policy Kitchen genutzt.

Dieses Projekt wird von Fondation Botnar finanziert.

Dieses Projekt wird von foraus in Partnerschaft mit Sensor Advice durchgeführt.