Migration bewegt: Gestalten wir gemeinsam die Schweiz der Zukunft!

Stefan Egli - Migration bewegt. Das Thema ist in aller Munde, es dominiert die Öffentlichkeit wie kaum ein anderes - man spricht von einer Krise und betrachtet Migration als Problem. Und dies obwohl Migration seit jeher zum Wesen des Menschen und zum Erfolg der Schweiz gehört. Höchste Zeit also, sich ein paar grundsätzliche Fragen zu stellen. Darum lancieren wir die Crowd-Thinking Migration - Plattform.

Von Stefan Egli Crowdthinking für das Migrationsland Schweiz: Wir brauchen Deine Ideen und frischen Denkansätze!

 

Migration bewegt. Das Thema ist in aller Munde, es dominiert die Öffentlichkeit wie kaum ein anderes - man spricht von einer Krise und betrachtet Migration als Problem. Und dies obwohl Migration seit jeher zum Wesen des Menschen und zum Erfolg der Schweiz gehört. Höchste Zeit also, sich ein paar grundsätzliche Fragen zu stellen: Wie gehen wir mit Migration um, wie reden wir darüber, wie gestalten wir sie? Kann man Migration kontrollieren oder gar steuern und wenn ja, zu welchem Preis? Inwiefern unterscheiden sich Flüchtende und ihre Interessen von anderen Migrierenden? Wie gestalten wir das Zusammenleben in der Schweiz und wie können wir dem Bedürfnis nach Mobilität gerecht werden? Wie können eine inklusive Gesellschaft und eine starke Demokratie im Zeitalter der Globalisierung gewährleistet werden?

 

Das innovative Format des Crowd-Thinking bietet die Möglichkeit, Ideen und Visionen in einem breiten Beteiligungsprozess zu sammeln und zu diskutieren. Die Vorschläge und Ideen werden von der ‚Crowd‘ (also der Schweizer Bevölkerung!) gepostet, kritisch beurteilt, kommentiert und bewertet. Die besten und innovativsten Ideen aus diesem Prozess erhalten von foraus eine politische Bühne in der Form von Debatten mit Entscheidungsträgern/innen, Publikationen und Medienarbeit. Mach mit und präge mit Deinen Ideen das Migrationsland Schweiz!

 

Deine Migrationsgeschichte bringt den Menschen zurück ins Zentrum der Migrationspolitik. Migrationserfahrungen gehören in der Schweiz zum Alltag und prägen die Gesellschaft – und trotzdem finden sie kaum Gehör. Du kennst eine Migrationsgeschichte, die Dich inspiriert und Deinen persönlichen Blick auf Migration verändert hat? Du hast eine eigene Migrationsgeschichte zu erzählen, welche Dich geprägt hat? Teile sie mit uns!

 

In Asyl: Schutz und Perspektiven suchen wir neue Stimmen in der aktuell leider wenig konstruktiven Flüchtlingsdebatte. Die allgemeine Rat- und Orientierungslosigkeit soll durch konkrete Lösungsansätze durchbrochen werden, welche nicht nur das Schutzbedürfnis der Flüchtenden berücksichtigen, sondern auch jenes nach Teilhabe und Perspektiven. Gleichzeitig müssen das Verständnis und die Unterstützung einer humanitären Asylpolitik in der ansässigen Bevölkerung gestärkt werden. Wir suchen deshalb Deine “Out of the box”-Vorschläge für eine Asylpolitik, die sich dieser Herausforderungen annimmt!

 

Das Zusammenleben und die Teilhabe im Zeitalter der Globalisierung steht im Fokus von Die Zukunft der Pluralistischen Gesellschaft. Die Schweiz ist ein Migrationsland, geprägt von Vielfalt und unzähligen Lebensrealitäten. Die schnelllebige und globalisierte Schweiz stellt eine Bereicherung dar, bringt aber auch Unsicherheiten und Zukunftsängste mit sich. Wir wollen von Euch wissen, wie die zukünftige Migrationsgesellschaft aussieht, die allen Mitgliedern Zugehörigkeit vermittelt, Teilhabe ermöglicht und Chancengleichheit garantiert.

 

Schliesslich ist Migration ein Wirtschaftsfaktor, dessen Potential im Zentrum von Migration und Wohlstand steht. Gerade hier liegt ein bisher wenig beachtetes Potential verborgen, welches Ökonomen als ‚Triple Win‘ bezeichnen: Von Migration können alle Beteiligten profitieren. Das Zielland Schweiz, das dank Migration zu einem sehr wohlhabenden Land mit hoher Lebensqualität geworden ist. Die Migrierenden, welchen die Bewegungsfreiheit eine grosse Vielfalt an Perspektiven bietet um ihr Leben aus eigener Kraft zu verbessern. Und letztlich auch die Herkunftsländer der Migrierenden, die nicht nur von Geldüberweisungen (sogenannten ‚Remittances‘), sondern auch von transnationalen Netzwerken und Beziehungen profitieren können. Für die Realisierung dieses Triple-Win-Potentials und die Gestaltung einer liberalen Migrationspolitik sind kreative Denkansätze gefragt.

 

Diese Themen werden auch in einer Serie von Events live debattiert: Am Kickoff-Policy Hack am 18. April in Zürich haben 30 Teilnehmer die ersten Ideen generiert. Den offiziellen Launch veranstalten wir am 26. April eine öffentliche Diskussion auf dem Bahnhofplatz Bern von 13-19h. Es folgen Policy Hacks in Genf und Thun. Stay tuned!

 

Eines ist sicher: Die Migrationsdebatte in der Schweiz und in Europa braucht dringend neue Denkanstösse und visionäre Ideen, nach denen sich die Politik ausrichten kann. Die Schweiz hat sich noch nicht vollständig mit ihrer Realität als Migrationsland arrangiert und ist auf der Suche nach einer neuen Erzählung für ihre Identität. Teile Deine Ideen und Visionen noch heute mit der ‚Crowd‘, damit sie gelesen, diskutiert, kritisiert, weiterentwickelt und schliesslich verbreitet werden, um Wirkung zu entfalten!

 

Stefan Egli hat Internationale Beziehungen an der Universität Genf studiert. Er absolviert zurzeit ein Praktikum bei den Parlamentsdiensten und macht den Master in Political, Legal and Economic Philosophy (PLEP) an der Universität Bern und ist Junior Policy Fellow Migration bei foraus.